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Die Schrannenhalle in München

Von 1851 bis 1853 wurde der Bau an der Schrannenhalle, liebevoll Schranne genannt, in München getätigt. Der offizielle Name lautete zwar „Maximilians-Getreide-Halle“, die Halle aber selbst immer Schrannenhalle genannt, da sie neben dem Schrannenplatz errichtet wurde. Früher wurde mit dem Begriff Schranne der Getreidemarkt eines Ortes bezeichnet. Die Fläche des Getreidemarktes wurde zu klein und dieser in die Halle verlegt. Architektonisch gesehen war die Lagerhalle der erste Bau in Glas- und Eisenkonstruktion seiner Art in München und galt als technisches Meisterwerk.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ging der Getreidehandel in der Schrannenhalle zurück. Schon seit der Eröffnung wurde die Lage der Halle zum Bahnhof kritisiert. Die Halle lag einfach zu weit entfernt vom Umschlagplatz des Getreides, denn dieses wurde hauptsächlich mit der Bahn transportiert. 1873 war die Blütezeit der Schrannenhalle vorbei. Der Großhandel wurde in die Großmarkthalle am Südbahnhof verlegt. Der Verfall der Schranne begann. Teile der Halle wurden demontiert oder gingen durch einen Brand verloren. Übrig blieb der nördliche Kopfbau der Schranne.

Ein Teilstück der Schrannenhalle blieb die Jahre über erhalten. Ein 110m langer Bauabschnitt wurde in die Dachauer Straße als Lagerhalle geschafft und geriet in Vergessenheit. Der Stadthistoriker Volker Hütsch entdeckte durch Zufall genau diesen Bauabschnitt wieder. 1980 ergab ein Gutachten der technischen Universität München, dass ein Wiederaufbau möglich sei. Der damalige Münchner Stadtrat beschloss die Schrannenhalle an ihrem Originalstandort wieder aufzubauen.

Der Aufbau erfolgte auf Grundlage eines Erbbaurechtsvertrags der Stadt mit einer Tochtergesellschaft der Deutschen Beamtenvorsorge Immobilien Holding AG. Erst im Jahre 2003 begann der Wiederaufbau. Lange Diskussionen zögerten den Bau hinaus. Am 5. September wurde die Schranne wiedereröffnet. In der Halle befinden sich heute kleine Geschäfte, Handwerker, sowie Gastronomie und man kann Büroräume mieten.

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